Fokus Bauzonen
Das Raumplanungsgesetz des Bundes (RPG) regelt die Bauzonengrösse und den schonenden Umgang mit den Baulandreserven. Ziel ist, dass sich Regionen und Dörfer nachhaltig entwickeln können und gleichzeitig sorgsam mit den Landreserven umgegangen wird. Die Erhaltung von attraktiven Landschafts- und Lebensräumen steht dabei im Mittelpunkt. So müssen nun auch gemäss neuem kantonalen Richtplan die Bauzonen in Glarus Süd überprüft und entsprechend dem prognostizierten Bedarf für die nächsten 15 Jahre reduziert werden.
Worum geht es?
Mit der neuen Nutzungsplanung werden alle Vorgaben übergeordneten Rechts erfüllt. Die neue Raumplanung will in allen Dörfern eine einheitliche Bauordnung und garantiert so Planungs- und Rechtssicherheit. So wurde basierend auf dem kommunalen Richtplan die Zonenplanung umfassend revidiert und die Bauzonen überprüft. Ziel ist, dass Glarus Süd einen baulich gut strukturierten Siedlungsraum mit attraktiven Lebensräumen besitzt.
Was bedeutet das?
Der Bedarf an Bauzonen richtet sich nach dem erwarteten Bevölkerungswachstum in den nächsten 15 Jahren. Für Glarus Süd ist in diesem Zeitraum mit einer Zunahme von gut 5 Prozent zu rechnen. Unter Berücksichtigung dieses Wachstums müssen die im Zonenplan ausgewiesenen Bauzonen bis 2038 eine Auslastung von 95 Prozent erreichen. Für Glarus Süd bedeutet dies, dass die vorhandenen Baulandreserven reduziert werden müssen. Die Überprüfung der Bauzonen erfolgte vor allem an Randlagen, im Bereich ortsbaulich schwieriger topografischer Verhältnisse, in Naturgefahrengebieten oder bei erschwerten respektive nicht vorhandenen Erschliessungsvoraussetzungen. Gleichzeitig sollen in allen Dörfern weiterhin Baulandreserven und somit genügend Spielraum für die räumliche Entwicklung bestehen bleiben.
Dem Land Sorge tragen
Nebst der flächenmässigen Reduktion ist es ebenso wichtig, bestehendes Bauland haushälterischer zu nutzen und Baulücken zu schliessen. So beinhaltet das künftige Baureglement Glarus Süd neue Zonenanordnungen, welche insbesondere die innere Verdichtung und die Umnutzung der Industriebrachen in Glarus Süd ermöglichen sollen.
