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Innenentwicklung & Baulandmobilisierung

Warum setzt die Gemeinde auf Innenentwicklung?

Neben der richtigen Grösse der Bauzonen verlangt das Raumplanungsgesetz des Bundes, dass das vorhandene Bauland effizient genutzt wird. Ziel ist es, neues Bauland möglichst zu vermeiden und stattdessen die bestehenden Bauzonen besser auszuschöpfen.

Die Gemeinde Glarus Süd setzt deshalb bewusst auf Innenentwicklung und auf Massnahmen zur Mobilisierung von unbebautem Bauland. _____________________________________________________________________________________

Mindest- und Maximalnutzung

Um eine haushälterische Bodennutzung sicherzustellen, führt die Gemeinde neu Mindest- und Maximalnutzungen ein:

  • Die Mindestnutzung stellt sicher, dass Grundstücke nicht dauerhaft untergenutzt bleiben.
  • Die Maximalnutzung begrenzt die bauliche Dichte und sorgt für eine gute Einordnung ins Ortsbild.

Neu gilt:

  • Die Mindestnutzung muss spätestens beim Endausbau eines Projekts erreicht werden.
  • Gleichzeitig wird die maximal zulässige Ausnützung moderat erhöht, um eine zeitgemässe Nutzung zu ermöglichen.

Damit wird verhindert, dass wertvolles Bauland blockiert wird, ohne genutzt zu werden.

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Überbauungsfristen

Für bestimmte Grundstücke werden Überbauungsfristen festgelegt:

  • Wird ein Grundstück innerhalb der festgelegten Frist nicht überbaut,
    kann es automatisch rückgezont werden.
  • Diese Regelung betrifft insbesondere:
    • Randlagen
    • neu eingeznte Flächen
    • ptenzielle Auszonungsgebiete

Überbauungsfristen schaffen Verbindlichkeit und fördern eine gezielte Entwicklung nach innen.

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Öffentliches Kaufrecht der Gemeinde

Zur Sicherstellung der Baulandverfügbarkeit erhält die Gemeinde bei bestimmten Grundstücken ein öffentliches Kaufrecht:

  • Das Kaufrecht kann frühestens acht Jahre nach Erschliessung ausgeübt werden.
  • Es dient dazu, blockierte Bauzonen bei Bedarf zu aktivieren.
  • Die Ausgestaltung erfolgt auf gesetzlicher Grundlage und wird in Ausführungsbestimmungen konkretisiert.

Dieses Instrument wird zurückhaltend, aber gezielt eingesetzt.


 

Warum verhindern diese Massnahmen langfristig Auszonungen?

Durch die konsequente Mobilisierung bestehender Bauzonen:

  • werden Bauzonen tatsächlich genutzt
  • steigt die Auslastung der Bauzone
  • sinkt der Druck auf neue Einzonungen

Damit reduziert sich langfristig auch das Risiko, dass bei künftigen Revisionen erneut Auszonungen vorgenommen werden müssen.