Neubau Gemeindehaus Schwanden
Gemeindehaus Schwanden – ein zentraler Verwaltungsstandort für Glarus Süd
Das Gemeindehaus in Schwanden wird umfassend saniert und zu einem modernen, funktionalen Verwaltungsstandort weiterentwickelt. Mit zeitgemässen Arbeitsplätzen, einer barrierefreien Erschliessung und einer erneuerten Gebäudetechnik schafft die Gemeinde die Voraussetzungen für eine effiziente und kundenfreundliche Verwaltung.
Die Gemeindeversammlung hat am 26. Juni 2025 die kostenoptimierte Projektvariante und einen Verpflichtungskredit von CHF 8'372'711 genehmigt. Gegenüber dem ursprünglichen Projekt werden insbesondere die Tiefgarage nicht realisiert und die Sanierung der Orangerie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Das Projekt auf einen Blick
Projekt: Gesamtsanierung Gemeindehaus Schwanden
Standort: Schwanden
Verpflichtungskredit: CHF 8'372'711
Baubeginn: 2026
Geplanter Abschluss: 2027
Bezug: Ende 2027 / Anfang 2028
Projektziel: Moderner, barrierefreier und zentraler Verwaltungsstandort
Warum wird das Gemeindehaus saniert?
Das bestehende Gemeindehaus in Schwanden ist stark sanierungsbedürftig. Insbesondere die Elektro- und Sanitärinstallationen sowie die Heizungsanlage entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Wiederkehrende Störungen beeinträchtigen den Betrieb. Gleichzeitig erschweren die räumliche Enge, die bestehende Raumaufteilung und die technische Ausstattung einen effizienten Verwaltungsbetrieb.
Auch die Anforderungen an Barrierefreiheit und Arbeitssicherheit werden heute nicht ausreichend erfüllt.
Mit der Sanierung wird deshalb nicht nur die bestehende Bausubstanz erneuert. Das Gemeindehaus soll langfristig zu einem modernen Verwaltungsstandort werden, an dem verschiedene Dienstleistungen der Gemeinde gebündelt angeboten werden können.

Was entsteht im neuen Gemeindehaus?
Das bestehende Gebäude wird umfassend saniert und im Innern neu organisiert. Im Vordergrund stehen eine funktionale Raumaufteilung, zeitgemässe Arbeitsplätze und eine gute Zugänglichkeit für die Bevölkerung.
Ein neuer Laubenanbau mit Treppenhaus und Lift erschliesst die verschiedenen Geschosse und macht das Gemeindehaus künftig barrierefrei. Die Gebäudetechnik wird erneuert und energetisch auf einen zeitgemässen Stand gebracht. Vorgesehen sind unter anderem eine Grundwasser-Wärmepumpe sowie eine vollflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Auch die Umgebung des Gemeindehauses wird neu gestaltet. Anstelle der ursprünglich vorgesehenen Tiefgarage entstehen oberirdische Parkierungsmöglichkeiten für Mitarbeitende und die Öffentlichkeit.
Neubau Gemeindehaus Schwanden Ansicht West mit neuem Laubenanbau
Welche Bereiche ziehen ins Gemeindehaus?
Mit der neuen Raumaufteilung werden verschiedene Bereiche der Gemeindeverwaltung in Schwanden zusammengeführt.
- Erdgeschoss
Hier befindet sich künftig der publikumsintensive Bereich des Departements Gesellschaft und Sicherheit mit Empfang und Schalter. Dazu gehören unter anderem Einwohnerkontrolle und Bestattungsamt. - 1. Obergeschoss
Das Departement Hochbau und Liegenschaften mit Bauamt und Liegenschaftsverwaltung erhält hier seine Büroräume. Ebenfalls vorgesehen sind ein Sitzungszimmer und ein Raum für die öffentliche Auflage von Baugesuchen. - 2. Obergeschoss
Hier entstehen die Arbeitsplätze der Bereiche Tiefbau und Werke sowie Wald und Landwirtschaft. Dazu gehören unter anderem Aufgaben in den Bereichen Fahrbewilligungen, Naturgefahren und Wasserversorgung. - 3. Obergeschoss
Das oberste Geschoss wird für das Departement Wirtschaft und Finanzen genutzt. Vorgesehen sind Arbeitsplätze für die Finanzverwaltung sowie Tourismus und Wirtschaftsförderung. Zusätzlich entsteht ein Aufenthaltsraum für das Personal.
Warum wurde das ursprüngliche Projekt angepasst?
Die Gemeindeversammlung hatte 2023 ursprünglich ein umfassenderes Sanierungs- und Ausbauprojekt genehmigt. Dieses sah unter anderem eine Tiefgarage, einen Mehrzwecksaal im Dachgeschoss und den Umbau der Orangerie vor. Der damalige Kostenrahmen betrug CHF 9'975'000.
Aufgrund der angespannten finanziellen Situation der Gemeinde wurde das Projekt im Herbst 2024 sistiert und nochmals grundlegend überprüft. Ziel war es, die dringend notwendige Sanierung weiterhin umzusetzen und gleichzeitig die Investitionskosten zu reduzieren. Daraus entstand die heute umgesetzte kostenoptimierte Variante.
Was wurde gegenüber dem ursprünglichen Projekt geändert?
Die Sanierung des eigentlichen Gemeindehauses bleibt bestehen. Einsparungen werden vor allem bei zusätzlichen Projektbestandteilen erzielt:
- Keine Tiefgarage: Die Parkplätze werden oberirdisch angeordnet.
- Orangerie wird zurückgestellt: Die Sanierung soll bei entsprechender finanzieller Situation zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
- Kein Mehrzwecksaal im Dachgeschoss: Stattdessen wird dort das Departement Wirtschaft und Finanzen untergebracht.
- Konzentration auf das Wesentliche: Die notwendige Gebäudesanierung, Barrierefreiheit, moderne Arbeitsplätze und eine zeitgemässe Gebäudetechnik werden umgesetzt.
Die Möglichkeit, die Orangerie später zu sanieren oder zu einem späteren Zeitpunkt eine Tiefgarage zu realisieren, bleibt grundsätzlich erhalten.
Kosten
Für die kostenoptimierte Variante hat die Gemeindeversammlung einen Verpflichtungskredit von CHF 8'372'711 genehmigt.
Der ursprünglich bewilligte Kredit belief sich auf CHF 9'975'000. Damit liegen die Projektkosten der neuen Variante rund CHF 1.6 Mio. tiefer als beim ursprünglichen Projekt. Bereits angefallene Kosten aus der bisherigen Projektphase werden dem neuen Kredit angerechnet.
Zeitplan
- Juni 2025: Genehmigung der kostenoptimierten Projektvariante durch die Gemeindeversammlung
- 2025 / Anfang 2026: Projektierung, Bewilligungsverfahren und Ausschreibungen
- 2026: Umbau und Gesamtsanierung des Gemeindehauses
- 2027: Abschluss der Arbeiten
- Ende 2027 / Anfang 2028: Geplanter Bezug des neuen Verwaltungsstandortes
Verwaltung während der Bauzeit
Während der Sanierung können die bisherigen Arbeitsplätze im Gemeindehaus nicht genutzt werden. Die betroffenen Verwaltungsbereiche werden deshalb vorübergehend an gemeindeeigene Ersatzstandorte ausgelagert: